by Robin Wirz (Gastautor), Netzwoche, 23. März 2016

Die fortschreitende Digitalisierung lässt Unternehmen eine Vielzahl von Mobile-Strategien und –Apps produzieren. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei die User Experience. Die meisten befinden sich jedoch bei deren Management im Blindflug. Mit den richtigen Tools lassen sich die hohen Anforderungen meistern.

MobileExperienceintheBlind

Die digitale Transformation spielt sich heute primär im Mobile-Bereich ab. Viele Firmen entwickeln unzählige Apps, die intern und extern eingesetzt werden. Früher wurden Apps gänzlich unkontrolliert im Unternehmen lanciert. Heute ist jedoch ein strategischer Ansatz nötig. Mobile-Strategien müssen implementiert, das App-Portfolio effizient verwaltet, überwacht und laufend optimiert werden.

Bei der Erfolgskontrolle tappen jedoch viele Firmen im Dunkeln. Vor allem bei der User Experience (UX) befinden sich viele im Blindflug, obwohl sie der grösste Erfolgsfaktor einer App ist. Ist sie schlecht, werden Apps nicht gebraucht und der erhoffte Nutzen bleibt aus. Es braucht mehr als nette Interface-Designs. Denn heute erwarten die Nutzer, dass Apps «mitdenken», das heisst, sie müssen im richtigen Moment, entsprechend den momentanen Wünschen und Bedürfnissen, mit dem Nutzer interagieren.

Bisher begnügen sich die meisten Unternehmen bei der Messung der App-Nutzung mit technischen Parametern wie eingesetzte Geräte, Betriebssysteme, Downloads, Sessions und Crashes. So erfährt man aber nur wenig über die eigentliche Nutzererfahrung: Wie werden die Inhalte und Funktionen benutzt? Wo werden (nicht vorhandene) Funktionen erwartet? Wie sind die Lade- und Prozesszeiten? Wo werden die Apps geschlossen? Solche offenen Fragen verdeutlichen, dass die richtigen Analyse-Tools fehlen. Populäre Lösungen, wie etwa von Google, sind meist auf Marketing- und Consumer-Apps ausgelegt und fokussieren auf Verkaufskanäle, Conversions und Monetisierung einzelner Apps. Sie sind jedoch nur wenig konfigurierbar und können kaum einzelne Nutzergruppen tracken oder ein gesamtes App-Portfolio, beziehungsweise die UX über mehrere Apps hinweg analysieren, so wie es für ein strukturiertes Lifecycle-Management nötig ist.

Automatisierte Analyse-Tools messen Nutzererlebnisse

Oftmals wissen Firmen nicht einmal, wie viele Apps sie im Einsatz haben, geschweige denn, ob und wie diese genutzt werden. Deshalb braucht es professionelle Lösungen, die das gesamte App-Portfolio erfassen, messen und effizient verwalten lassen. Für die Analyse interner Apps ist eine hohe Granularität nötig, um auch kleinste Nutzergruppen zu tracken, sowie eine grosse Flexibilität und Customizing- Möglichkeiten, um den Erfolg zu messen und Optimierungspotenzial aufzudecken. Bei weit verbreiteten Apps im Consumer-Umfeld ist es hierbei üblich, regelmässig Fokusgruppen und Analysen durch UX-Testing-Anbieter durchzuführen. Schon bei einzelnen Apps ist dies sehr kostenintensiv. Es ist daher undenkbar, das gesamte App- Portfolio einer Firma so zu optimieren – die Kosten wären astronomisch.

Stattdessen sollten Unternehmen automatisierte Analyse-Tools von spezialisierten Anbietern nutzen, die einen guten Einblick in die Nutzererlebnisse unterschiedlicher Apps geben. Diese messen nicht nur die UX, sondern bieten dank detaillierter Analysen der einzelnen User und Geräte auch die nötige Datenbasis für kontextbasierte Aktionen. Dadurch kann das Mobile-Portfolio strukturiert und faktenbasiert optimiert werden. Gleichzeitig versteht man (etwa durch Nutzungs- und Gerätedaten wie History, GPS und Einstellungen) die Nutzerbedürfnisse in diversen Situationen und kann das richtige Angebot schaffen. Die User profitieren so von einem persönlichen Nutzererlebnis, bei dem die Apps momentgenau liefern, was der Nutzer will. Dies und weitere Funktionen wie die Analyse ganzer App-Portfolios, inklusive der konsolidierten UX, sowie A/B-Testing zum Vergleich verschiedener Design-Varianten ermöglichen die effiziente Verwaltung und Entwicklung des Mobile-Angebots.

Quelle des Originalartikels:
www.netzwoche.ch

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