von Tatjana Kistler, Handelszeitung, 17. März 2016. Foto: Basile Bornand

Terria Mobile: Das Basler Startup will Grossfirmen helfen, ihre App-Angebote zu koordinieren. Zur wachsenden Kundschaft gehört inzwischen sogar das Parlament von Mexiko.

App-Piloten

Die Business-Idee

App-Lösungen bieten Firmen neue Marketing- und Verwaltungsmöglichkeiten, sind schnell, meist einfach zu bedienen – doch in ihrer Summe komplex zu überwachen und anfällig für Doppelspurigkeiten. Eine Entwicklung, derer sich das Basler Startup Terria Mobile mit seiner Technologie, der App-Verwaltungsplatt- form LaunchBase, annimmt.

Diese setzt mit Möglichkeiten zum Content Management, zur Zugriffs- und Nutzungskontrolle, aber auch mit Anwendungs- und Geräteanalysen zum Rundum- schlag in Sachen Verwaltung an.
Terria Mobile richtet sich vor allem an grössere Unternehmen, die ein breites Portfolio an Applikationen im Einsatz haben.

«Seien es externe Apps fürs Marketing oder fürs Verkaufsteam, seien es interne Anwendungen fürs HR, zur Produktion oder zur Prozessoptimierung: Wir bieten Hand, um die ganze Palette an Applikationen effizient aufzusetzen und zu managen», erklärt CEO Robin Wirz den Ansatz des Startups, das unter anderem das mexikanische Parlament von seiner Lösung überzeugen konnte.

Das meint der Experte: “Terria Mobile hat sich pionierhaft auf die Herausforderungen der mobilen Transformation spezialisiert und dafür clevere Lösungen entwickelt.“
Beat Hürlimann, Digital-Marketing-Stratege

So gehören bereits gut 50, vermehrt global tätige Unternehmen zur Abnehmerschaft. Ein Wachstum, das auf sich aufmerksam zu machen vermochte, was die Würdigungen bei der Swisscom StartUp Challenge, die Wahl von «Bilan» zu den 50 aussichtsreichsten nationalen Startups und vor allem die Verleihung des Red Herring Top 100 Europe Awards 2015 bestätigen.

Die Gründer

Mit den beiden ehemaligen Mitarbeitern der Day Software AG, CEO Robin Wirz und COO Didier Wetzel, vereint Terria Mobile im Gründungsteam zwei Pioniere des Schweizer Softwaremarkts. «In den 19890er-Jahren lancierten Firmen erste Websites und erkannten die Notwendigkeit, dass Online-Auftritte effizient gemanagt werden müssen», beschreibt Wirz eine Entwicklung, die sich nun im mobilen Be- reich wiederholt: «Als mobile Lösungen aufgekommen sind, hatten wir ein Déjà- vu» – und den Impuls, sich in der Selbstständigkeit zu versuchen.

«Das Thema Mobile ist allgegenwärtig – aber wir sind erst am Anfang der Entwicklung.» 

Robin Wirz, CEO Terria Mobile
Das Terria-Mobile-Kernteam ist seit der Gründung am 25. Februar 2011 auf 15 An- gestellte angewachsen und wird von einer Vielzahl von Partnern und Freelancern ergänzt. «Denn es gilt, innert kurzer Fristen die richtigen Spezialisten für die Herausforderungen eines Unternehmens anwerben zu können», ergänzt Robin Wirz.

Klassisch als selbstfinanzierte Aktiengesellschaft gestartet, konnte Terria Mobile bislang grösstenteils auf Fremdkapital verzichten und arbeitet seit dem zweiten Geschäftsjahr gewinnbasiert. Im Zuge der Expansion und des Ausbaus des Partnerkanals werden derzeit jedoch Finanzierungsoptionen geprüft, darunter auch jene, mit einem Investor zusammenzuarbeiten.

Der Markt

Terria Mobilie arbeitet in einem dynamischen, oft undurchsichtigen Markt gegen eine weltweite Konkurrenz an: Von reinen App-Entwicklungsplattformen bis zu Anbietern von Analyse-Tools – Ansätze, die oft kurz greifen.

In diesem Kommen und Gehen von Anbietern will Terria Mobile auch durch persönlichen Kontakt auf sich aufmerksam machen. «Wir versuchen, die richtigen Menschen bei Firmen zu finden, um ihnen unsere Lösungen schmackhaft zu machen», erklärt Wirz.

Fakt ist, dass der Mobile-Markt langfristig viel Potenzial für das Basler Jungunter- nehmen bereithält. «Das Thema Mobile ist allgegenwärtig, doch wir sind erst am Anfang einer grossen Entwicklung», prognostiziert Wirz die Perspektiven dieses Marktes. Ziel der Jungunternehmer ist es, ihre Präsenz in den USA, in England und Deutschland binnen Jahresfrist zu festigen und in naher Zukunft im Ausland auch Niederlassungen zu eröffnen.

Quelle des Originalartikels:
www.handelszeitung.ch

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