Reto Vogt, ComputerWorld, 29.08.2011

Terria Mobile vereinfacht den Update-Prozess von Smartphone-Apps. Unternehmen können sich damit den Umweg über die App-Stores von Apple, Android & Co. sparen.

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Seit dem Android-Boom kann es sich kaum eine Firma mehr leisten, lediglich eine iPhone-App zu entwickeln. «Vermehrt muss jede Plattform bedient werden», sagt Terria-Mobile-CEO Robin Wirz. Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist allerdings massiv: Wenn es bereits eine iPhone-App gibt, müsse zirka sechzig Prozent der Programmierarbeit wiederholt werden, um beispielsweise eine Android-App zu schaffen, erklärt Wirz. Zudem sei es mühsam, bei Updates jeden App-Store einzeln zu bewirtschaften. Der Geschäftsführer sieht allerdings nicht mobile Webseiten auf HTML-5-Basis als Lösung dieses Problems. Vor allem die ständige Internetverbindung, der beschränkte Einsatz von Gerätefunktionen und die fehlende Distributions-Möglichkeit der App-Stores würden für native Applikationen sprechen.

Vielmehr soll die Software «LaunchBase» von Terria Mobile helfen. Die teils auf der Open-Source-Software PhoneGap basierende Plattform erlaubt es Unternehmen, Apps für die mobilen Betriebssysteme iOS (Apple), Android (Google) und BlackBerry zu entwickeln. Die erstmalige Platzierung in den App-Stores entfällt dadurch nicht, allerdings soll LaunchBase das Update-Prozedere vereinfachen und detailliertere Statistiken liefern als die Stores von Apple & Co. So wissen Unternehmen nicht nur, wie viele Nutzer die App heruntergeladen haben, sondern auch auf welchen Gerätetypen diese installiert ist und wie häufig die App tatsächlich genutzt wird. Ausserdem soll die volle Kontrolle gewährleistet sein: Apps lassen entweder bei allen Geräten oder einzelnen Nutzern löschen. Zur Steuerung hilft die webbasierte Benutzeroberfläche von Launchbase.

Die nützlichste Funktion der LaunchBase ist aber der vereinfachte Update-Prozess für Apps, weil diese den Umweg über die jeweiligen App-Stores aushebelt. Es genügt ein Update zu erfassen und dieses von zentraler Stelle an alle Geräte – egal ob Android, iPhone oder BlackBerry – auszuliefern. Zudem lässt sich definieren, ob Anwender das Update installieren müssen oder ob es freiwillig bleiben soll. Als ersten Kunden konnte Terria Mobile den Schweizer Heimatschutz gewinnen und für diesen eine Android-, iPhone- und iPad-App erstellen.

Originalartikel: Computerworld.ch

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